"Blaubeermorde" von Mareike Marlow

Die Landärztin Jana Hinrichs möchte den lang ersehnten Ruhestand im Haus ihrer Kindheit genießen. Doch kaum ist sie dort angekommen, muss sie erfahren, dass sie eine Halbschwester hat. Tessa, die als Journalistin in Berlin tätig ist und sich beruflich mit dem Leben auf dem Land beschäftigt, soll ein ganzes Jahr lang mit ihr zusammen im idyllisch gelegenen Anwesen der Familie verbringen. So jedenfalls hat es ihr Vater in seinem Testament bestimmt und bei Nichterfüllung seines letzten Wunsches mit der Übereignung des Landhauses an einen Tierschutzverein gedroht. Und als wäre das nicht schon Strafe genug, schwimmt plötzlich auch noch eine Leiche in dem am Haus liegenden See und die beiden ungleichen Schwestern haben alle Hände voll zu tun, um das Verbrechen aufzuklären.

„Blaubeermorde“ ist ein atmosphärischer Landkrimi, der sich nicht nur mit einer Leiche zufriedengibt und neben turbulenten Ermittlungen, einige familiäre Verstrickungen und ein altes Geheimnis ans Tageslicht bringt. Dabei wechseln sich humorvolle Szenen, mit ernsthaften Nachforschungen ab, wird ein Einblick in gut gefüllte Lagerhallen eines familiär geführten Blaubeerhofes gewährt oder ein Ausflug in die urige Dorfkneipe unternommen. Aber auch einen knorrigen Kommissar bekommt der Leser in dem idyllisch gelegenen Burgheide zu Gesicht und muss sich gemeinsam mit einem schüchternen Ortspolizisten und zwei toughen Schwestern über dessen Unfähigkeit beklagen. Eine abwechslungsreiche, kurzweilig zu lesende und mit viel ländlichem Flair versehende Mordermittlung, in deren Ergebnis es einem perfiden Verbrecher an den Kragen geht.


Fazit:
Ein krimineller Leckerbissen mit einer heimeligen Landatmosphäre, lebensnahen Figuren und knallharten Verbrechen.

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