"Der Puzzlemörder von Zons" von Catherine Shepherd


„Historische Mordfälle im alten Zons am Rhein“ lautet die Artikelserie, welche die Journalismusstudentin Emily für die Rheinische Post schreiben darf und mit der sie einen ihrer größten Wünsche erfüllt. Doch kaum ist der erste Beitrag erschienen, scheint ein unbekannter Leser den damaligen Fall nachahmen zu wollen und begeht nach seinem Muster einen grausamen Mord. Kriminalkommissar Oliver Bergmann übernimmt die Ermittlungen zu dem schockierenden Fall und stößt schon bald auf unwiderlegbare Verbindungen zu dem Puzzlemörder von Zons, der 500 Jahren zuvor die kleine Stadt am Rhein in Atem hielt.

Zons 500 Jahre zuvor. Eine junge Frau wird an einem Wehrturm hängend tot aufgefunden. Den Kopf kahl rasiert, den Körper misshandelt und geschändet, bietet sie einen Anblick, den der junge Stadtsoldat Bastian Mühlenberg lange nicht vergessen wird. Doch es bleibt nicht bei dem einen Mord. Denn noch während Bastian den vorhandenen Spuren nachgeht und versucht, die eingeritzte Botschaft auf dem Kopf des Opfers zu entschlüsseln, passiert ein weiterer Mord. Und wieder ist es eine junge Frau, deren Kopfhaut mit einem eingeritzten Code versehen wurde, deren Bedeutung Bastian vor eine große Herausforderung stellt.
 

„Der Puzzlemörder von Zons“ ist der erste Band einer ganzen Serie von Kriminalromanen, die allesamt in der mittelalterlichen Stadt Zons spielen. In ihn werden vergangene Verbrechen geschickt mit Taten in der Gegenwart verknüpft und auch die handelnden Personen weisen erstaunlich viele Parallelen zu den längst verstorbenen Bewohnern der am Niederrhein gelegenen Stadt auf. Da gibt es zum Bespiel den Stadtsoldaten Bastian Mühlenberg, der genau wie Kriminalkommissar Oliver Bergmann einem Serienmörder auf die Schliche kommt oder eine junge Bankangestellte, die dasselbe Schicksal ereilt, wie die Tochter eines Bäckers im früheren Zons. Figuren, die nachvollziehbar beschrieben sind und das abwechslungsreiche Geschehen innerhalb der Stadtmauern von Zons beleben. Hinzu kommen mystische Einschübe, dramatische Szenen und wissenswerte Details aus der Stadtgeschichte, die der Handlung einen gleichermaßen undurchsichtigen, spannenden und interessanten Anstrich verleihen. In zwei Zeitebenen erzählt, deren verhängnisvollen Ereignisse abwechselnd verfolgt werden können, versteht es die Geschichte vom Puzzlemörder in Zons kurzweilig zu unterhalten.
 

Fazit:
„Der Puzzlemörder von Zons“ ist ein lesenwerter Kriminalroman, der Vergangenheit und Gegenwart geschickt miteinander verbindet und seine Leser spannende Stunden beschert.

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