"Die sieben Schwestern" von Lucinda Riley

Maia und ihre fünf Schwestern haben ihre Kindheit in einem Herrenhaus am Genfer See verbracht. Von ihrem Vater in der ganzen Welt adoptiert, wussten sie weder, woher sie stammen, noch wer ihre Eltern sind. Nun aber ist ihr geliebter „Pa Salt“ verstorben und hat jede seiner Töchter als letztes Vermächtnis einen Brief hinterlassen, der gemeinsam mit den eingravierten Daten auf einer Armillarsphäre Hinweise zu ihrer Vergangenheit enthält. Maia, die Älteste der Mädchen geht als Erste den erhaltenen Hinweisen nach und begibt sich nach Brasilien, wo sie in Rio de Janeiro auf erste Anhaltspunkte stößt. Gemeinsam mit einem befreundeten Autor macht sie sich daran, diese aufzurollen und taucht schon bald in das Leben einer anerkannten Familie ein und erkennt, wer sie wirklich ist.

„Die Sieben Schwestern“ von Lucinda Riley ist der erste Band einer Serie, in der es um sechs junge Frauen geht, die sich auf die Suche nach ihren Wurzeln machen und dabei auf ein Geheimnis stoßen. Eine große Herausforderung für die völlig unterschiedlichen Schwestern, die ihr Leben grundlegend verändern wird. So reist der Leser zunächst einmal mit Maia nach Rio de Janeiro und von dort aus in Gedanken weiter nach Paris, wo die Tochter einer wohlhabenden Familie zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf ihre erste und einzige Liebe trifft. Eine tragische Geschichte, die mit vielen Gefühlen und leidvollen Erfahrungen verbunden ist und die Herzen des Lesers bewegt. Aber nicht nur das Schicksal von Izabela Bonifacio reißt ihn regelrecht mit, auch die Schilderungen der damaligen Zeit, die starre Enge der Konventionen und das vor Leben nur so sprühende Paris werden nachvollziehbar dargestellt und lassen eine Zeit erleben, die voller Gegensätze und Veränderungen ist.

Lucinda Riley verfügt über einen Schreibstil, der lebendig und flüssig zu lesen ist. Egal, ob sie das pulsierende Leben in Paris beschreibt oder die düstere Enge im Haus von Izabelas Schwiegereltern. Ob sie schildert, wie Maia einen Ausflug in eine Sambabar unternimmt oder mit ihrer Großmutter spricht. Jederzeit fühlt sich der Leser in die jeweilige Situation hineinversetzt und erlebt die aufkommenden Gefühle der jeweils handelnden Personen hautnah mit. Dadurch taucht er tief in ihr Leben ein und kann die unterschiedlichen Handlungsweisen gut nachvollziehen. Lediglich zu Beginn des Romans braucht es einige Zeit, bis er erkennt, worum es in der siebenteiligen Reihe geht. Doch kaum hat er sich einen ersten Eindruck verschafft, gibt es kein Halten mehr.

Fazit:
„Die Sieben Schwestern“ versteht es mit einer tragischen Liebesgeschichte, mit einem interessanten Einblick in die frühere Zeit und mit einem geheimnisvollen Verlauf wunderbar zu unterhalten. Ein toller Auftakt, der neugierig auf die weiteren sechs Teile werden lässt.

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