"Dornenkleid" von Karen Rose

Der Journalist Marcus O’Bannion trifft sich mitten in der Nacht mit einer jungen Asiatin, der er bei der Bewältigung ihrer Probleme helfen will. Doch bevor sie ihm von skrupellosen Menschenhändlern und einem deprimierenden Dasein als Sexsklavin berichten kann, wird sie vor seinen Augen niedergeschossen und auch ihn trifft eine Kugel, die ein Unbekannter auf sie abgefeuert hat. Seine Versuche die junge Frau zu retten, schlagen fehl und so bleibt ihm nur die eine Möglichkeit, gemeinsam mit Detective Scarlett Bishop und ihrem Partner Deacon Novak auf die Suche nach dem Mörder der jungen Asiatin zu gehen. Ein Unterfangen, das nicht ungefährlich ist und für sie alle tödlich enden kann.

„Dornenkleid“ ist nach „Dornenmädchen“ der zweite Teil der Dornen-Tetralogie, in der die US-amerikanische Bestsellerautorin Karen Rose ihre Leser tief in menschliche Abgründe blicken lässt. Während es im ersten Teil noch um die Taten eines eiskalten Psychopathen ging, ist es diesmal gleich ein ganzes Kartell, dessen Trieben im Fokus der Ermittlungen steht. Ein starker Gegner, der das Fürchten lehrt und es schon lange auf den unnachgiebigen Journalisten Marcus O’Bannion abgesehen hat. Entsprechend spannend entwickelt sich der Fall, der aber zum Leidwesen des Lesers ab und an durch weitschweifige Erklärungen und unnötiges Geplänkel unterbrochen wird. Sieht man aber mal von dieser Schwäche ab und betrachtet nur den Rest des unheilvollen Geschehens, ist dieses Buch auf jeden Fall lesenswert. Denn Karen Rose versteht es, durch geschickte Perspektivwechsel, vielfältige Handlungsstränge, nachvollziehbare Figuren und eine mitreißende Schreibweise einen Kriminalfall zu erzählen, der kombiniert mit einer Liebesgeschichte, gleichzeitig bewegend und unterhaltsam ist.

Fazit:
Ein gelungener Thriller, aus dem Genre Romantik Suspense, der sich zwar nicht mit seinem Vorgänger messen kann, trotzdem aber mit einer ordentlichen Portion Dramatik und einer glaubwürdigen Liebesgeschichte seine Leser zu fesseln versteht.

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