"Herz verloren, Glück gefunden" von Christiane von Laffert


Die 39-jährige Victoria hat alles erreicht, was sie sich wünscht. Einen gut aussehenden und erfolgreichen Ehemann, zwei wunderschöne und gesunde Kinder und ein Haus, in dem sie gemeinsam wohnen. Eigentlich müsste sie glücklich sein. Doch sie ist es nicht. Denn noch immer noch fehlt etwas in ihrem Leben, das ihm Würze verleiht. Ein Lächeln am frühen Morgen, ein Abend zu zweit oder einfach nur ein paar verrückte Ideen. Stattdessen sitzt sie mit den Kindern allein zu Haus, hört sich am Abend die Nörgeleien ihres angetrauten Gatten an und ärgert sich, wenn er auch noch am Wochenende gut betuchte Bankkunden betreut. Deshalb lässt sie sich nach einem abendlichen Disput auf die wahnwitzige Idee ihrer besten Freundin Emily ein und begleitet diese in ein angesagtes Skiresort. Dass sie dort in ihrer Rolle als ungebundene PR-Agentin Kati König einen charmanten Fremden kennenlernt, war nicht geplant und auch nicht, dass sie sich nach einigen turbulenten Zusammentreffen ineinander verlieben.

„Herz verloren, Glück gefunden“ ist der Debütroman von Christiane von Leffert, die es wunderbar versteht, die Höhen und Tiefen einer vom Alltag beanspruchten Haufrau und Mutter gekonnt auszuloten. Angefangen von Problemen mit dem lieblos gewordenen Ehemann, über die Schwierigkeiten bei der Erziehung von zwei Zeit und Nerven raubenden Kinder, bis hin zu einem zwangsläufig gesunkenen Selbstwertgefühl plagt sich ihre Protagonistin Victoria mit den Widrigkeiten des Lebens herum. Kein Wunder also, dass sie nach elf Jahren Ehe eine sich bietende Chance ergreift und für ein paar Tage in die Rolle einer völlig Anderen schlüpft. Da sind peinlichen Szenen, unerwartete Gefühle und vernichtende Lügen vorprogrammiert, die der Leser gemeinsam mit der Icherzählerin Victoria Dansmann alias Kati König durchleben muss. Ein turbulentes Abenteuer, das mit viel Humor erzählt worden ist, das aber neben seinem chaotischen Verlauf auch eine gewisse Ernsthaftigkeit nicht vermissen lässt.

Fazit:
Ein lesenswertes Debüt, das wunderbar kurzweilig in Erscheinung tritt und angenehme Lesestunden beschert.

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