"Verlorene Kinder" von Inca Vogt


Die Frankfurter Journalistin Toni Amato, die bereits an der Aufklärung von zwei spektakulären Fällen beteiligt war, geht erneut einem brisanten Hinweis nach. Diesmal betrifft er den Hühnerbaron Moos, der Frankfurter Tierschutzaktivisten schon länger ein Dorn im Auge ist und nicht nur als Kükenmörder verbrecherischen Machenschaften nachgehen soll. Als Küchenhilfe getarnt, schleicht sich sie bei ihm ein, ohne zu ahnen, in welche Gefahr sie sich begibt. Zur gleichen Zeit wird in Frankfurt die Leiche einer Ausreißerin entdeckt, deren Freundin Ivy Kontakt zu Toni Amato aufnimmt. Doch bevor die Journalistin dem jungen Mädchen helfen kann, wird diese entführt und Toni selbst von Unbekannten bedroht. Ein neuer Fall, der es in sich hat und nicht nur Toni, sondern auch ihre Freundin Kante vom BKA vor eine große Herausforderung stellt. 

„Verlorene Kinder“ ist der dritte Band der Toni Amato Reihe und wieder dreht sich alles um gut getarnte Verbrecher, die im Hintergrund agieren und deren Methoden überaus skrupellos sind. Aber nicht nur sie machen Toni Amato und ihrer Freundin Kante vom BKA ordentlich zu schaffen, sondern auch deren Unterstützer, die in höheren Kreisen agieren. So bangen sie nicht nur um ihren Job, sondern müssen auch um ihr Leben fürchten. Ein rasanter Thriller, der es in sich hat und in dem neben detaillierten Schilderungen der verübten Verbrechen vor allem auch gesellschaftliche Missstände am Pranger stehen. Dazu findet die Autorin Inca Vogt deutliche Worte und scheut sich nicht, das Übel beim Namen zu nennen. Aber nicht nur ihre kritische Auseinandersetzung mit den grausamen Taten und der Appell hinzusehen, ist lesenswert, auch die Figuren im Thriller besitzen ordentlich Potenzial, um unterhaltsam zu sein und die Handlung ist wendungsreich und nicht vorherzusehen. Deshalb macht es Spaß, diesen Thriller zu lesen, obwohl einem dabei oft mulmig wird. Doch hat man erst einmal Feuer gefangen, ist es schwer, das Buch zur Seite zu legen, was wohl neben dem brisanten und gleichermaßen sensiblen Thema, der verzwickt angelegten Handlung und den tollen Figuren vor allem an dem gut zu lesenden und flüssigen Schreibstil der Autorin liegt. 

Fazit:
Spannende Unterhaltung für Fans von Thrillern, die nah am wirklichen Leben angesiedelt sind.

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